Tauchen und Schnorcheln auf Boavista

Die Kapverdischen Inseln eignen sich hervorragend zum Tauchen.

 

Die Unterwasserflora und -fauna auf den Kapverden ist einmalig. Jedoch ist das Tauchen auf den Kapverden nicht ungefährlich. 90 Prozent der Gewässer um die Inseln gelten noch als gänzlich unerforscht. Es gibt gefährliche Unterwasserströmungen, tiefe Riffe und Haie. Also lieber unter professioneller Führung tauchen als allein.

 

Die Tauchgänge rundum Boavista sind nicht, wie z.B. auf Sal, durch starke Strömung bzw. Dünung gekennzeichnet. Die Kapverdischen Inseln sind noch nicht so überfischt wie die nördlicheren Zonen, sodass sich hier noch ein großer Fischreichtum befindet. Vielfach fühlen sich auch Anfänger wohl und geniessen die enorme Artenvielfalt unter Wasser. Aber auch für Profis hat Boavista einiges zu bieten. Die Meeresfauna ist typisch atlantisch, obwohl hier einige Arten vorkommen, die sonst eher in der Karibik und dem Mittelmeer zu finden sind.

 

In den verschieden Jahreszeiten lässt sich unterschiedliches beobachten. So ist es von März bis Mai möglich, beim Tauchen Buckelwale zu sehen, von Juli bis November kommen auf den Kapverden Walhaie und Mantas vor. Die Buckelwale können oft auch vom Ufer aus beobachtet werden.

 

Es gibt einige Tunfischarten in der Nähe der Küste, Barsche und Doktorfische sowie die typische Fauna der Felsenküsten wie Moränen, Tintenfische und Langusten. Auf den Kapverden kommen auch einige Haiarten vor, wie der Zitronenhai und der Hammerhai, seltener Tigerhaie und Walhaie. 

 

Von Juli bis Oktober kommen die Wasserschildkröten an die Stände, um ihre Eier abzulegen. 

 

In den Gewässern um die Insel Boavista liegen einige Wracks, die man besuchen kann.

 

Die Tauchreviere der Kapverden sind für alle Niveaus geeignet. Die Wassertemperaturen sind auch im Winter nicht zu kalt. Die kühlsten Monate sind der Januar und Februar, der wärmste Monat ist der September. Es fallen kaum Niederschlage durch die das Wasser getrübt wird. Es regnet höchstens im Juli oder August ein wenig.

 

Obwohl man das ganze Jahr über auf den Kapverden Tauchen kann ist die beste Zeit von Juni bis November. Der Nachteil in den anderen Monaten ist der meist starke Wind und als Folge das unruhige Wasser. Die Untergründe sind vor allem felsig oder Felsen mit Sand gemischt. Es gibt kleinere Korallenformationen und viele Höhlen und Wände.

 

Bei den Höchstständen der Ebbe und Flut kommt es öfter zu starken Strömungen, die bei der Planung beachtet werden sollten.

 

Die Unterwasserfotografen sollten alles von zuhause mitnehmen, da es selbst schwierig sein kann bestimmte Batterien zu bekommen. Die Stromspannung ist 220 Volt nach europäischer Norm.